Ein Neubau am Pfaffenteich in Schwerin. Der Bauherr plant eine Tiefgarage. Das Grundwasser steht nur 1,20 m unter GOK. Ohne klaren kf-Wert wird jede Wasserhaltung zum Glücksspiel. Genau hier setzt der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc an. Wir messen die Durchlässigkeit direkt im Bohrloch. Keine Laborumrechnung. Keine Schätzwerte. Für klüftigen Fels am Schlossgarten setzen wir den Lugeon-Test ein. Beide Verfahren liefern Zahlen, auf die Sie eine Wasserhaltung dimensionieren können. Bei bindigen Böden ergänzen wir die Messung oft mit einer Korngrößenanalyse zur Validierung der Feinteilverteilung.
Ein kf-Wert aus der Tabelle reicht nicht. Wir messen die Durchlässigkeit dort, wo sie wirkt: in der wasserführenden Schicht.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Schwerin liegt auf 38 m ü. NHN. Das Wasser der sieben Seen drückt von allen Seiten. Dazu kommen die schwebenden Grundwasserstockwerke in den sandigen Einschaltungen des Geschiebemergels. Wer die Durchlässigkeit falsch einschätzt, bekommt zwei Probleme: Entweder die Wasserhaltung ist unterdimensioniert und die Baugrube läuft voll. Oder sie ist überdimensioniert und die Absenktrichter ziehen das Wasser aus den Kellern der Nachbarbebauung. Beides kostet Zeit und Geld. Ein Felddurchlässigkeitsversuch klärt vorab, mit welchem Andrang Sie rechnen müssen. In der Altstadt mit ihrer dichten Blockrandbebauung ist das keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Referenznormen
DIN EN ISO 22282-2:2012 (Lefranc), DIN EN ISO 22282-3:2012 (Lugeon), DIN EN ISO 17892-11:2019 (Labor kf)
Verwandte Dienstleistungen
Lefranc-Versuch
Direktmessung des kf-Werts im Bohrloch. Für Lockergesteine unterhalb des Grundwasserspiegels. Mit elektronischem Drucklogger und Auswertung nach Hvorslev.
Lugeon-Test
Wasserabpressversuch im Fels. Fünf Druckstufen, P-Q-Diagramm, Angabe des Lugeon-Werts. Für Baugruben, Tunnel und Injektionssohlen.
Packertests
Doppelpacker-Systeme für tiefenorientierte Messungen in verrohrten Bohrungen. Ideal bei gespannten Grundwasserhorizonten in Schwerins Talsandebene.
Typische Parameter
Fragen und Antworten
Wann brauche ich einen Lefranc- und wann einen Lugeon-Test?
Lefranc setzen wir in Lockergesteinen ein: Sand, Kies, Geschiebemergel. Sobald wir auf klüftigen Fels treffen – in Schwerin oft der Untere Muschelkalk – wechseln wir auf den Lugeon-Test. Der Fels braucht höhere Drücke und ein anderes Auswerteverfahren. Das Bohrteam entscheidet das vor Ort nach dem Bohrgut.
Können Sie den Versuch auch bei beengten Platzverhältnissen durchführen?
Ja. Wir arbeiten mit kompakten Rammkernbohrgeräten auf Kettenfahrwerk. Die kommen durch jede Hofeinfahrt in der Schweriner Altstadt. Der Versuch selbst braucht nur das Bohrloch und einen Wassertank. Keine großen Aufstellflächen.
Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Schwerin?
Ein einzelner Lefranc-Versuch in einer Bohrung liegt zwischen 580 und 750 Euro netto. Ein Lugeon-Test mit fünf Druckstufen kostet je nach Tiefe und Aufwand zwischen 750 und 990 Euro netto. Bei mehreren Versuchstiefen in einer Bohrung staffeln wir die Preise. Mehr Info.
